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Malteser Werke

AusbildungsFörderZentrum

   

Das AusbildungsFörderZentrum (AFZ) der Malteser Werke gemeinnützige GmbH in Bad Aibling bereitet zusammen mit dem Kooperationspartner- dem Diakonischen Institut für Bildung und Soziales - junge Erwachsene mit Migrationshintergrund auf den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vor und begleitet sie unterstützend während ihrer Berufsausbildung.

AusbildungsFörderZentrum - um was geht es?

Wir setzen dabei auf die drei Komponenten Wohnen & Schule, Ausbildung und soziales Leben. Durch eine intensive und engmaschige Betreuung durch erfahrene Fachkräfte werden die TeilnehmerInnen vor Ort begleitet. Dabei hat unter anderem die langjährige Erfahrung der Malteser Werke gGmbH als Träger in den Bereichen Migration, Schule und Jugendhilfe zum Gelingen des Projekts, das seit September 2018 im Auftrag des Jobcenters Landkreis Rosenheim Maßnahmeträger für die Maßnahmekombination "Aktivierung und berufliche Eingliederung" (§16 Abs.1 SGB II) und „Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt“ im Sinne der Assistierten Ausbildung (§45 SGB III) ist, beigetragen.

In dem - für die Dauer von insgesamt 4 Jahren vorgesehenen - Programm durchlaufen die TeilnehmerInnen in der Regel zunächst eine einjährige Aktivierungsphase, um anschließend bis zum Berufsausbildungsabschluss von der sogenannten Assistierten Ausbildung zu profitieren:

Im ersten Jahr besuchen die maximal 11 TeilnehmerInnen der Aktivierungsphase in kleinen Intensiv-Lerngruppen im zweiwöchigen Turnus den Mittelschulunterricht am Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus. Erfahrene Lehrkräfte vermitteln Lehrstoff, der die TeilnehmerInnen zum Mittelschulabschluss führt und sie sprachlich und inhaltlich auf den Arbeitsalltag in Deutschland vorbereitet. Jede zweite Woche absolvieren die TeilnehmerInnen betriebliche Spracherwerbsmaßnahmen (entspricht in etwa einem unentgeldlichen Praktikum), um verschiedene Berufszweige kennenzulernen. Es wird angestrebt, dass die TeilnehmerInnen aus der betrieblichen Spracherwerbsmaßnahme heraus im selben Betrieb zur Berufsausbildung übernommen werden. Dabei werden die TeilnehmerInnen durchgängig in ihren Wohngemeinschaften betreut.

Ab dem zweiten Jahr im AusbildungsFörderZentrum absolvieren die TeilnehmerInnen eine – in der Regel dreijährige - Berufsausbildung. Im Zuge der Assistierten Ausbildung werden die TeilnehmerInnen weiterhin bedarfsgerecht betreut, um ihnen den erfolgreichen Abschluss soweit als möglich zu erleichtern. Die TeilnehmerInnen erhalten neben Gruppenunterricht zu ausbildungs- und alltagsrelevanten Themengebieten individuell angepasste Nachhilfe sowie Betreuung und Alltagsunterstützung durch die AusbildungsFörderZentrum-MitarbeiterInnen.

Wie läuft das Programm ab?

Das erste Jahr: 

Im einwöchigen Wechsel absolvieren die TeilnehmerInnen, die während der einjährigen Aktivierungsphase in einer Wohngemeinschaft auf dem B&O-Gelände in Bad Aibling wohnen, die betriebliche Spracherwerbsmaßnahme und die Schuleinheit am Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus.

Dabei sind die Teilnehmenden nicht auf eine bestimmte Berufsrichtung festgelegt, sondern können sich ihrem Berufswunsch entsprechend die Richtung der betrieblichen Spracherwerbsmaßnahme frei wählen. Ziel ist es, sowohl die jungen Menschen als auch die Betriebe auf diesem Weg zu begleiten und zu stärken. Die lokal ansässigen Betriebe haben dabei den Vorteil, über einige Wochen hinweg mit den TeilnehmerInnen zusammen zu arbeiten und dabei feststellen zu können, ob er oder sie für eine Berufsausbildung in Frage kommt. Die MitarbeiterInnen des AusbildungsFörderZentrum stehen den Betrieben jederzeit als Ansprechpartner und zur Unterstützung und Entlastung bei sämtlichen rechtlichen, schulischen und zwischenmenschlichen Themen zur Verfügung.

Im Zuge des Schulunterrichts im Vorbereitungsjahr werden die TeilnehmerInnen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Geschichte-Sozialkunde-Erdkunde und - je nach Vorwissen - in Englisch oder Arbeit-Wirtschaft-Technik unterrichtet. Um den TeilnehmerInnen mit ihrer unterschiedlich ausgeprägten Vorbildung gerecht zu werden, werden die SchülerInnen entsprechend ihres Leistungsstands in zwei Gruppen aufgeteilt, sodass sich die Klassengröße nochmals verringert. Darüber hinaus vermittelt der Unterricht am Dietrich-Bonhoeffer-Bildungscampus den TeilnehmerInnen die notwendigen Soft-Skills für den deutschen Arbeitsmarkt sowie grundlegende Werte und Normen, um das Zurechtfinden in der deutschen Gesellschaft zu erleichtern.

Da sich die Büros unserer MitarbeiterInnen direkt in den Wohngemeinschaften befinden und diese in der Regel bis 20.00 Uhr besetzt sind, ist die Ansprache und Unterstützung auch nach dem Schulunterricht bzw. nach den Praktika gewährleistet. 

Auf diese Weise ist eine besonders engmaschige Betreuung der TeilnehmerInnen möglich: Während des gesamten Vorbereitungsjahres werden die TeilnehmerInnen bei der Ausgestaltung des Zusammenlebens und der Alltagsbewältigung in den Wohngemeinschaften durch die MitarbeiterInnen des AFZ begleitet. Dabei werden die Werte und Normen unserer Gesellschaft im Alltag und im aktiven Zusammenleben vertieft und die TeilnehmerInnen bei ihren persönlichen Problemen (etwa Behördenangelegenheiten, Hausaufgaben, persönliche Krisen) und Herausforderungen individuell unterstützt. Die Einbindung in die Nachbarschaft, in umliegende Vereine und in Verbände wird als Teil der sozialen Integration für jeden Einzelnen gefördert. 

Ab dem zweiten Jahr:

Nach dem erfolgreichen Absolvieren der Aktivierungsmaßnahme beginnen die TeilnehmerInnen in der Regel im Rahmen der Assistierten Ausbildung ihre Berufsausbildung.

Schwerpunkt der Assistierten Ausbildung ist die Begleitung und Unterstützung der TeilnehmerInnen bei den individuellen Anforderungen des Berufsschulunterrichts. Diese beinhaltet einerseits Gruppenunterricht zu ausbildungsrelevanten Themengebieten und andererseits je nach Bedarf individuelle Einzelnachhilfe in den verschiedenen Berufsschulfächern. Darüber hinaus stehen den TeilnehmerInnen weiterhin unsere MitarbeiterInnen als Lernhilfe zur Verfügung.

Durch den regelmäßigen Austausch mit den Berufsschulen sind die MitarbeiterInnen jederzeit über die aktuellen Leistungsstände der TeilnehmerInnen informiert und können entsprechend notwendige Maßnahmen frühzeitig einleiten. Dasselbe gilt in Bezug auf die Ausbildungsbetriebe. Da die MitarbeiterInnen wie während der Aktivierungsphase als Ansprechpartner und Unterstützer bei allen anfallenden rechtlichen, schulischen und zwischenmenschlichen Fragestellungen fungieren, sind sie über die praktischen Leistungen der TeilnehmerInnen immer aktuell informiert und können bei Problemen zeitnah intervenieren.

Während ihrer Berufsausbildung leben die TeilnehmerInnen in kleinen Wohngemeinschaften außerhalb des AusbildungsFörderZentrums. Auf diese Weise werden die TeilnehmerInnen in ihrer Selbstständigkeit gefördert; gleichzeitig profitieren sie durch die geographische Nähe zum AusbildungsFörderZentrums weiterhin von der sozialpädagogischen individuellen Betreuung durch die MitarbeiterInnen.

Statistik

Der 1. Jahrgang: 

Im September 2017 hat das Projekt mit 10 Teilnehmern begonnen, 5 haben zwischenzeitlich aus persönlichen Gründen abgebrochen, dafür sind im Laufe des Schuljahres zwei Quereinsteiger dazugekommen. Im August bzw. September 2018 haben 6 TeilnehmerInnen mit ihren Berufsausbildungen als KFZ-Mechatroniker, KFZ-Lackierer, Maler, Krankenpflegehelfer und Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik begonnen. 

Der 2. Jahrgang: 

Im September 2018 sind wir mit 7 neuen TeilnehmerInnen in den zweiten Jahrgang gestartet; 2019 sind noch 4 weitere TeilnehmerInnen eingestiegen, sodass aktuell 11 TeilnehmerInnen auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt – und in diesem Zusammenhang auf die Mittelschulprüfungen im Mai – vorbereitet werden. Die TeilnehmerInnen absolvieren derzeit ihre Praktika in den Bereichen Pflege, Einzelhandel und Handwerk.
 

Auswahlverfahren

Bewerbungsvoraussetzungen: 

  • Volljährigkeit
  • Migrationshintergrund
  • Gesicherter Aufenthaltsstatus mit guter Bleibeperspektive
  • Kunde oder Kundin des Jobcenter
  • Deutschkenntnisse auf dem Niveau von mindestens A2
  • fester Wille, sich circa 4 Jahre lang mit ganzer Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit auf eine Berufsausbildung zu konzentrieren

1. Lebenslauf bzw. Bewerbung an das AusbildungsFörderZentrum schicken

2. Persönliches Vorstellungsgespräch im AusbildungsFörderZentrum zum gegenseitigen Kennenlernen

3. Mehrstündiges Assessmentcenter im Sommer (inkl. Deutsch-, Mathematik- und Englischtest)

4. Zustimmung durch das Jobcenter Landkreis Rosenheim

Kontakt

AusbildungsFörderZentrum der Malteser Werke gGmbH 

Susanna Ehrensberger
Anne-Frank-Str. 50 
83043 Bad Aibling

Telefon: 0160 - 24 39 014
E-Mailsusanna.ehrensberger(at)malteser(dot)org

Diakonisches Institut für Bildung und Soziales

David Müller 
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 28
83043 Bad Aibling

Telefon: 08061 - 938 841 0
E-Mail: david.mueller@dbbc-bayern.de 
 

   

Aktuelles

31. April 2019 | Neuer Jahrgang für das AusbildungsFörderzentrum

Am 24. April 2019 führte das AusbildungsFörderzentrum mit BewerberInnen für den nächsten Jahrgang ein Assessmentcenter durch. Die Bewerberinnen und Bewerber lernten sich gegenseitig kennen und wurden in Hinblick auf soziale Kompetenzen und schulische Fähigkeiten getestet. Für uns war es ein sehr netter und aufschlussreicher Nachmittag! :-)

Zusammen mit dem Jobcenter Landkreis Rosenheim wird nun entschieden, wer ab September in unsere Aktivierungsphase einsteigen darf. Wir freuen uns schon auf Euch!

Interessierte können sich aber weiterhin bei Susanna Ehrensberger bewerben!
E-Mailsusanna.ehrensberger(at)malteser(dot)org
Telefon: 0160 / 2439014


26. April 2019 | Der Osterhase in Bad Aibling

Die TeilnehmerInnen der Aktivierungsmaßnahme des AusbildungsFörderZentrums sind erfolgreich in die Osterferien gestartet. Da jedoch Anfang Mai die Mittelschulprüfungen anstehen, steht Faulenzen nicht auf der Tagesordnung. Für die TeilnehmerInnen heißt es Lernen, Wiederholen und Vorbereiten!

Aber weil Lernen nur mit Erholungsphasen optimal funktioniert, haben wir mit einer netten Osterfeier die Feiertage eingeläutet. Und der Osterhase hat auch vorbei geschaut... ;-)


5. April 2019 | Tag der offenen Tür im AusbildungsFörderZentrum

Am Freitag den 05. April 2019 veranstaltete das AusbildungsFörderZentrum einen Tag der offenen Tür, bei dem die Besucher die Möglichkeit hatten, die Räumlichkeiten des AusbildungsFörderZentrums zu besichtigen und das Konzept genauer kennenzulernen. Bei Snacks und Getränken haben sich Interessierte – etwa potenzielle KandidatInnen für den nächsten Jahrgang, ehrenamtliche HelferInnen und VertreterInnen der lokalen Behörden – angeregt mit den TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen ausgetauscht.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und freuen uns, dass der Tag der offene Tür so zahlreich besucht worden ist!

Natürlich können sich Interessierte, die nicht zum Tag der offenen Tür kommen konnten, sehr gerne jederzeit bei Susanna Ehrensberger melden, um individuelle Vorstellungstermine auszumachen: susanna.ehrensberger(at)malteser(dot)org oder 0160 - 243 901 4.

Weitere Informationen

Spenden bitte auf folgendes Konto: Malteser Werke gGmbH  |  BfS  |  IBAN: DE92370205000002830100  |  BIC / S.W.I.F.T: BFSWDE33XXX